Hamburg: Hochbahn und ver.di einigen sich auf neuen Tarifvertrag

Nach acht Verhandlungsrunden haben sich die Hamburger Hochbahn AG und die Gewerkschaft ver.di auf einen neuen Entgelt- und Manteltarifvertrag geeinigt. Der Entgelttarifvertrag gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 und läuft 24 Monate. Der Manteltarifvertrag hat eine Laufzeit von 36 Monaten bis Ende 2028.
Die Einigung sieht rückwirkend ab Januar 2026 eine Lohnerhöhung um 3 Prozent vor, mindestens jedoch 130 Euro. Für den Fahrdienst – die grösste Beschäftigtengruppe – entspricht das einer Steigerung um mindestens 3.7 Prozent. Zum 1. Januar 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 2.4 Prozent, mindestens 110 Euro. Für den Fahrdienst ergibt sich daraus insgesamt ein Gehaltsplus von mindestens 7 Prozent, was ab 2027 einem jährlichen Mehrbetrag von 3’191 Euro brutto entspricht.
Zusätzlich wird die Jahressonderzahlung 2026 von 90 auf 92.5 Prozent angehoben und bis 2032 schrittweise auf 100 Prozent erhöht. Weitere Bestandteile sind eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 110 Euro in zwei Schritten, eine Senkung des Arbeitnehmerbeitrags zum Deutschlandticket auf 50 Prozent sowie die Übernahme von 85 Prozent der Führerscheinkosten Klasse B für Auszubildende bei betrieblichem Bedarf. Neu eingeführt wird zudem ein Freistellungstag für ehrenamtliche Tätigkeiten. Der Abschluss steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien innerhalb von vier Wochen.
