Hamburg: Public Cloud Group übernimmt Betrieb der MOSAIC-Plattform

Die Hamburger Hochbahn AG hat den Betrieb ihrer Mobilitätsplattform MOSAIC an die Public Cloud Group GmbH aus Ulm vergeben. Der Vertragsabschluss erfolgte am 9. Februar 2026. Der Rahmenvertrag hat einen Wert von 5.8 Mio. EUR.
Die Hochbahn entwickelt und betreibt seit 2018 die Mobilitätsplattform MOSAIC in Eigenregie. Als Mobility-as-a-Service-Plattform bildet MOSAIC das Rückgrat der digitalen Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs in Hamburg. Gegenüber den Fahrgästen ist die Plattform vor allem durch die hvv switch App sichtbar, die aktuell über 1 Mio. registrierte Kund:innen zählt. Neben der App bedient MOSAIC weitere digitale Vertriebskanäle wie Fahrkartenautomaten mit Auskunftsoberfläche. Zudem stellt die Plattform die zentrale API für die hvv Prepaid Card bereit – Hamburgs Account Based Ticketing-Lösung für bargeldlosen, anonymen Fahrscheinverkauf.
Technologisch wird MOSAIC in der Google Cloud betrieben und basiert auf einer Microservice-Architektur, die mittels Kubernetes orchestriert wird. In jede der drei Stages DEV, QA und PROD werden aktuell über 150 Microservices ausgeliefert. Die monatlichen Cloud-Kosten betragen derzeit rund 65’000 EUR mit steigender Tendenz.
Die Public Cloud Group übernimmt den Basisbetrieb der Plattform und stellt deren Hochverfügbarkeit rund um die Uhr sicher. Zum Leistungsumfang gehören Traffic Management, Kubernetes-Betrieb, Begleitung und Durchführung von Deployments sowie Management der API Gateways. Die Leistungserbringung erfolgt nach ITIL. Zusätzlich ist Crypto-Hardware in einem redundanten Rechenzentrum nahe Hamburg erforderlich, um ausgegebene Fahrscheine zu signieren. Der Dienstleister soll die Plattform zudem auf einen neuen Google Cloud Tenant der Hochbahn migrieren. Die Verantwortung für Applikationsarchitektur und Entwicklung verbleibt bei der Hochbahn.
Die Vertragslaufzeit erstreckt sich vom 1. Mai 2025 bis zum 30. April 2029. Der Vertrag kann sich zweimal um jeweils 24 Monate verlängern, längstens bis zum 30. April 2033. Insgesamt waren zehn Teilnahmeanträge eingegangen, drei Unternehmen gaben ein Angebot ab.
Quelle: ted.europa.eu