Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa verbindet ab 2026 München direkt mit Mailand und Rom

Trenitalia Frecciarossa Train 9529 to Napoli Centrale from Milano Centrale, Lombardy“ by David McKelvey is licensed under CC BY-NC-ND 2.0

Ab Dezember 2026 wird erstmals ein italienischer Frecciarossa-Hochgeschwindigkeitszug auf deutschem Boden verkehren. Die Deutsche Bahn (DB), Trenitalia und die ÖBB kooperieren für neue grenzüberschreitende Verbindungen zwischen München und den italienischen Metropolen Mailand sowie Rom. Innsbruck dient dabei als zentraler Knotenpunkt.

Geplant ist eine stufenweise Einführung: Zunächst verkehren täglich zwei Zugpaare – je eines auf den Strecken München–Mailand und München–Rom. Die Fahrtzeit beträgt rund 6,5 bzw. 8,5 Stunden. Mit Eröffnung des Brenner-Basistunnels (Ende 2032) verkürzen sich die Reisezeiten voraussichtlich um eine Stunde. Die Verbindungen sind Teil eines EU-Pilotprojekts zur Förderung des internationalen Schienenverkehrs.

Zum Einsatz kommt der Frecciarossa 1000 (ETR 1000), ein 200 Meter langer, für bis zu 300 km/h ausgelegter Achtwagenzug mit 462 Sitzplätzen. Die Fahrzeuge werden für den Einsatz in Deutschland und Österreich technisch angepasst und zugelassen. Zwischenhalte auf der Mailand-Route sind Bozen, Trento, Rovereto, Verona und Brescia; zwischen München und Rom auch Bologna und Florenz.

Ab 2028 ist eine Erweiterung bis Berlin und Neapel vorgesehen. Insgesamt entstehen fünf durchgehende Zugpaare, welche Deutschland, Österreich und Italien direkt verbinden. Das Projekt stärkt nicht nur den europäischen Bahnverkehr, sondern erschliesst auch neue Optionen für klimafreundliches Reisen über die Alpen.