ICE 3neo wird für Polen und Frankreich ausgerüstet

Die Deutsche Bahn (DB) erweitert den internationalen Einsatzbereich des ICE 3neo und investiert rund 200 Millionen Euro in dessen technische Anpassung für Frankreich und Polen. Bis zu 32 Züge der Baureihe 408 werden entsprechend ausgestattet. Ziel ist unter anderem eine neue Direktverbindung von Berlin nach Warschau. Den Auftrag zur länderspezifischen Ausrüstung erhält Siemens Mobility.
Aktuell wird der ICE 3neo auf innerdeutschen Strecken sowie zwischen Frankfurt, Brüssel und Amsterdam eingesetzt. Die künftige Ausrüstung umfasst Anpassungen an die jeweilige Signaltechnik und Infrastruktur. Die Umrüstung erfolgt im Siemens-Werk Krefeld im Rahmen eines mehrjährigen Produktions- und Zulassungsverfahrens. Erste zugelassene Fahrzeuge für den Verkehr nach Frankreich und Polen werden 2031 erwartet, die Auslieferung läuft voraussichtlich bis 2032.
Von insgesamt 90 bestellten ICE 3neo sind derzeit 29 Fahrzeuge ausgeliefert. Seit Juni 2024 ersetzen diese ältere Züge auf internationalen Linien ab Frankfurt, was zu einer stabileren Betriebsqualität geführt hat.
Das Interieur des ICE 3neo wurde 2023 vollständig überarbeitet. Reisende bewerten Komfort und Design dieser Baureihe im Vergleich zu anderen ICE-Zügen am besten. Merkmale sind neue Sitze mit erweiterten Verstellfunktionen, ein Holzdekor, Stoffbezüge in dezenten Farben sowie verbesserte Funktionen wie induktives Laden in der 1. Klasse. Weitere Neuerungen umfassen berührungslose Hygieneelemente und Ausstattungserweiterungen im Universal-WC.
Der Ausbau des ICE 3neo stärkt das Ziel eines grenzüberschreitenden europäischen Schienenverkehrs mit hoher Qualität und technischer Kompatibilität. Das Projekt trägt zur Umsetzung von Verkehrs- und Klimazielen bei und ist von strategischer Bedeutung für Entscheider:Innen in Mobilität, Verwaltung und Infrastrukturplanung.