Integrierte öV-Tickets: OpenAir St.Gallen erreicht über 80 Prozent öV-Anteil

Wie die LITRA berichtet, lässt sich der öV-Anteil bei Grossanlässen deutlich steigern, wenn die An- und Abreise ganz oder teilweise im Eventticket enthalten ist. Grundlage ist eine Diplomarbeit von Janine Rosenast an der Fachschule für Tourismus IST AG in Zürich.
Das OpenAir St.Gallen zählte Ende Juni an vier Tagen 105’000 verkaufte Tageseintritte, vier von fünf Gästen reisten mit dem öffentlichen Verkehr an. Seit 2024 ist der landesweite öV im Festivalticket inbegriffen; beim Ticketkauf erhalten die Gäste einen SBB-Code für ein Gratisbillett. Die Veranstalterin Gadget Entertainment Group AG finanziert die Anreise überwiegend selbst und wendete dafür dieses Jahr einen sechsstelligen Betrag auf. 2004 lag der öV-Anteil bei 43 Prozent, 2014 mit 50 Prozent Rabatt bei 72 Prozent. Dank der hohen Nutzung konnte die Zahl der Parkplätze verringert werden.
Neben der nationalen Vollintegration bestehen weitere Modelle: die regionale Vollintegration wie seit 2023 bei THE HALL in Dübendorf mit allen ZVV-Zonen, Mobilitätsbeiträge wie beim Lucerne Festival oder beim Stars in Town in Schaffhausen sowie Eintrittsermässigungen.
Die RailAway AG erarbeitet jährlich Verkehrskonzepte für rund 700 Veranstaltungen mit über 1’000 Teilnehmenden, bei rund 40 davon ist der öV im Ticket enthalten. Laut Andreas Eggimann, Teamleiter Markt Events, liegt der öV-Modalanteil bei Events im Schnitt bei 28 Prozent. Im Herbst will RailAway der Branche neue Modelle vorlegen, die auch eine Beteiligung von über 20 Prozent ermöglichen sollen.
