Italien: Testfahrten auf neuer Hochgeschwindigkeitsstrecke Brescia-Verona

Auf der rund 48 Kilometer langen Neubaustrecke Brescia Est-Verona haben die Testfahrten begonnen. Die Strecke ist Teil des Mediterranen TEN-T-Korridors und soll das nationale Hochgeschwindigkeitsnetz Italiens erweitern.
Die Infrastruktur verläuft weitgehend parallel zur Autobahn A4 Mailand-Venedig und zur bestehenden Konventionalstrecke durch Lombardi und Venetien und berührt insgesamt 11 Gemeinden. Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten, der Gleisverlegung und der Installation der technischen Systeme dienen die Testfahrten als notwendiger Schritt im Zulassungsverfahren. Die technische Abnahme soll die Inbetriebnahme im ersten Quartal 2027 vorbereiten.
Das Projekt hat einen Gesamtwert von rund 3.2 Milliarden Euro und ist teilweise über den PNRR (Nationaler Aufbau- und Resilienzplan Italiens) finanziert. Der Baufortschritt liegt bei über 90 Prozent; beteiligt waren über 6’000 Fachkräfte und Arbeitende sowie mehr als 800 Unternehmen.
Die neue Strecke soll die Kapazität der Infrastruktur erhöhen und den Personen- sowie Güterverkehr entlasten. Zusammen mit den bereits in Betrieb stehenden Abschnitten Mailand-Treviglio und Treviglio-Brescia bildet sie ein zentrales Element des Korridors Mailand-Venedig. Nach der Aktivierung der Strecke Brescia-Verona und der in den Folgemonaten geplanten Abschnitte Verona-Vicenza soll das bestehende Hochgeschwindigkeitsnetz – die sogenannte «T»-Achse Turin-Mailand-Bologna-Florenz-Rom-Neapel – nach Osten erweitert werden. Damit rechnet FS Italiane mit einem Anstieg der erreichbaren Fahrgäste um bis zu 30 Prozent.
Quelle: www.fsitaliane.it
