Luzern startet Verkehrsversuch mit neuen Busspuren im Zentrum

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 führen der Kanton und die Stadt Luzern gemeinsam einen Verkehrsversuch mit Sofortmassnahmen zur Busbeschleunigung durch. Auf mehreren Abschnitten von Kantonsstrassen im Zentrum werden bestehende Mischspuren zu reinen Busspuren oder zu gemeinsamen Bus- und Velospuren umgewidmet. Zudem werden einzelne Lichtsignalanlagen und Bushaltestellen angepasst. Während rund eines Jahres wird gemessen, ob die Massnahmen wirken.

Hinter dem Anliegen steht die Plattform «Bus voraus», die seit knapp einem Jahr von sieben Bus-Transportunternehmen und dem Verkehrsverbund Luzern getragen wird. Sie setzt sich für pünktlichere Busse in der Stadt, in der Agglomeration und auf dem Land ein. Im Vordergrund stehen dabei Busspuren sowie Anpassungen bei Lichtsignalanlagen und Haltestellen.

Verspätungen verursachen im Kanton Luzern jährlich Kosten von 2 Millionen Franken für sogenannte Stabilisierungsmassnahmen, also für zusätzliche Busse oder zusätzliches Fahrpersonal. Nach Ansicht der Trägerschaft sollten diese Mittel stattdessen in neue Linien, zusätzliche Kurse oder bessere Anschlüsse fliessen.

Im Kantonsrat steht demnächst das Programm Gesamtmobilität zur Behandlung an, das neue Planungsinstrument des Kantons Luzern für sämtliche Verkehrsmittel. Es sieht ebenfalls Massnahmen zur Busbeschleunigung vor, die aus Sicht des VVL-Verbundrats in der Planung jedoch zu wenig priorisiert sind.