Mehr Präsenz, weniger Delikte: BVG zieht positive Bilanz

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) melden für das erste Halbjahr 2025 einen deutlichen Rückgang polizeilich registrierter Straftaten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Fälle um 17,2 Prozent – von 7’806 auf 6’460. Das ist der niedrigste Halbjahreswert seit mindestens zehn Jahren. Auch Übergriffe auf BVG-Beschäftigte gingen zurück: 98 statt 165 Fälle, darunter markante Rückgänge bei Körperverletzung (33 statt 69) und Bedrohung (21 statt 42).
Die BVG führt die Entwicklung auf verstärkte Präsenz, Prävention und Sauberkeit zurück. 2024 wurden durchschnittlich 1’913 Stunden Sicherheits- und Servicedienste pro Tag geleistet, eine Steigerung von rund 7 Prozent gegenüber 2023. Ein neues Element ist die „Reinigungsstreife“, bei der Sicherheits- und Reinigungskräfte gemeinsam unterwegs sind – inzwischen im Regelbetrieb unter anderem auf den Linien U5, U7, U8 und U9.
Technisch setzt die BVG auf umfassende Videotechnik. Alle Fahrzeuge und U-Bahnhöfe sind mit Kameras ausgestattet, deren Aufnahmen 48 Stunden gespeichert werden. Am Kottbusser Tor wird eine intelligente Videodetektion getestet, die sicherheitsrelevante Ereignisse frühzeitig erkennt. Auch die Bodycams im Sicherheitsdienst haben sich bewährt und sollen in den Regelbetrieb überführt werden.
Die Kosten für Vandalismusbeseitigung und Fahrzeugreinigung lagen im ersten Halbjahr 2025 bei 7,6 Mio. Euro, nach 17,1 Mio. Euro im gesamten Jahr 2024. Gemeinsame Einsätze mit der Polizei wurden weiter ausgebaut (1’587 in 2024, steigende Tendenz 2025).
Eine repräsentative Fahrgastbefragung bestätigt den Trend: Fast jede*r Zweite fühlt sich insgesamt sehr oder eher sicher. Bei Anwesenheit von Sicherheitskräften steigt das Sicherheitsgefühl deutlich, bei BVG-Polizei-Doppelstreifen berichten fast acht von zehn Befragten von einem Sicherheitsgewinn.
Quelle: BVG-Pressestelle, Medienmitteilung vom 18. September 2025