Mehr Züge zwischen Deutschland und Polen ab Dezember 2025

370 002-5 EU44-002 PKP Intercity Cieplewo Poland 12.08.21“ by Paul David Smith – Epping is licensed under CC BY-NC-SA 2.0

Die Deutsche Bahn (DB) und die polnische PKP Intercity (PKP) erweitern das grenzüberschreitende Fernverkehrsangebot ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 um mehr als 50 Prozent. Statt bisher elf täglichen Zugpaaren verkehren künftig 17 Direktverbindungen zwischen Deutschland und Polen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Strecke Berlin–Warschau: Mit einem zusätzlichen Zugpaar entsteht ein durchgehender Zweistundentakt zwischen den beiden Hauptstädten.

Neu eingeführt wird die Direktverbindung Leipzig–Breslau–Krakau mit zwei Zügen pro Tag und Richtung. Einer dieser Züge fährt bis Przemysl an der polnisch-ukrainischen Grenze. Dadurch erhalten die Städte Breslau, Krakau und Przemysl erstmals eine schnelle Anbindung aus Mitteldeutschland. Reisende aus Süddeutschland profitieren von verkürzten Reisezeiten durch optimierte Anschlüsse in Leipzig. Auch Chemnitz und Dresden werden durch Zwischenhalte besser angebunden.

Zusätzlich sind zwei neue Nachtzüge geplant: ein Eurocity von Berlin nach Przemysl über Breslau und Krakau sowie eine Verbindung von Berlin nach Chelm über Lodz und Warschau. Der bestehende Nachtzug München–Warschau („Chopin“) wird um zusätzliche Wagen ergänzt, die neu bis Krakau und Przemysl verkehren. Damit entsteht auch eine direkte Verbindung zwischen Süddeutschland und Südpolen.

Die Reisezeit zwischen Leipzig und Breslau beträgt künftig rund dreieinhalb Stunden. Die Strecke Berlin–Warschau wird in gut fünf Stunden ohne Umsteigen zurückgelegt.

DB und PKP reagieren mit dem Ausbau auf die gestiegene Nachfrage im internationalen Fernverkehr und stärken die Anbindung wirtschaftlich bedeutender Regionen sowie Grenzstädte an der polnisch-ukrainischen Grenze.