Mobility Carsharing verzichtet auf den Bordrechner

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Mobility informiert in einer Mitteilung über das schrittweise Ende der bekannten Bordcomputer in ihren Fahrzeugen. Seit den 1990er-Jahren dienten diese Geräte als digitale Schaltzentrale des Carsharing-Angebots. Kund:innen konnten damit Autos öffnen und schliessen, Reservationen verlängern oder das Callcenter kontaktieren. Mit dem Einsatz mehrerer Generationen wurde die Funktionalität stetig erweitert, etwa um Tankkarten, Schadenmeldungen oder eine direkte Serviceverbindung.

Aktuell sind bereits rund 700 Fahrzeuge – vor allem Elektroautos – ohne sichtbare Bordcomputer unterwegs. Stattdessen übernimmt die Mobility-App die zentrale Rolle. In drei bis vier Jahren soll die gesamte Flotte mit einer neuen, kompakteren Version ausgerüstet sein, die lediglich ein Lesegerät an der Frontscheibe enthält. Dieses sorgt für bessere Netzabdeckung, insbesondere in Tiefgaragen, und bleibt weiterhin mit der Mobility-Card nutzbar.

Die App bündelt sämtliche bisherigen Funktionen und erweitert sie um neue. Dazu gehören unter anderem das Öffnen und Schliessen per Bluetooth, das Einsehen des Tank-PINs, die Navigation zur nächsten passenden Tankstelle oder das Hochladen von Tankquittungen. Für Elektrofahrzeuge zeigt die App bereits vor Fahrtbeginn Ladestand und Reichweite an. Auch CarPlay-Integration, Favoriten für wiederkehrende Fahrten sowie die Möglichkeit für Gruppenmitglieder, Reservationen gegenseitig zu verwalten, sind verfügbar.

Mit dieser Umstellung markiert Mobility einen weiteren Schritt in der Digitalisierung des Carsharing-Angebots. Die klassischen Bordcomputer, jahrzehntelang prägend für die Nutzer:Innen-Erfahrung, werden sukzessive von der App abgelöst.

Hinweis

Der Blog mobilityblog.ch steht in keinem Zusammenhang mit Mobility Carsharing.