Nachtzug nach Kopenhagen und Malmö wird nicht umgesetzt

Der Bund streicht die für den Nachtzug Basel–Kopenhagen–Malmö vorgesehenen Fördermittel. Beide Kammern des Parlaments haben die zehn Millionen Franken aus dem Budget entfernt. Damit entfällt die Grundlage für den geplanten Betriebsstart im April 2026. Die SBB bestätigt, dass die Verbindung ohne staatliche Unterstützung nicht realisierbar ist.
Nachtzüge verursachen hohe Betriebskosten, insbesondere durch Rollmaterial, Personal und Trassengebühren. Für die neue Linie wäre eine Finanzierung durch den Bund zwingend notwendig gewesen. Der Billettverkauf war Anfang November gestartet worden, um eine frühzeitige Reiseplanung zu ermöglichen. Laut SBB war die Nachfrage vorhanden und die Vorbereitungen für den Start lagen im Zeitplan.
Der Entscheid im Nationalrat fiel mit 99 zu 92 Stimmen bei zwei Enthaltungen. Eine Minderheit der Kommission argumentierte, das CO2-Gesetz ermögliche zwar eine Förderung, verpflichte aber nicht dazu. Nach Berechnungen hätte die Subvention pro Ticket zwischen 100 und 200 Franken betragen. Kritische Stimmen verwiesen zudem auf den überwiegend touristischen Charakter der Verbindung. Befürworter:Innen betonten die Bedeutung internationaler Bahnverbindungen als klimavertraegliche Alternative zum Flugverkehr.
Alle Kundinnen und Kunden, die bereits Billette erworben haben, erhalten den vollen Preis zurückerstattet. Die SBB informiert die Betroffenen direkt.