Neue Doppelstockzüge für S-Bahn Zürich und Westschweiz – SBB nimmt Stellung

Large clock on a modern glass building
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Die SBB bestätigt die Vergabe von 116 neuen Doppelstockzügen an Siemens Mobility AG in der Schweiz. Gegen diesen Entscheid hat Stadler Rail Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Die SBB hält fest, dass das Verfahren gemäss BöB/VöB durchgeführt wurde und alle Anbieter die Ausschreibungsbedingungen akzeptiert hatten.

Vergabeentscheid und Bewertung

Die Bewertung der Angebote erfolgte durch rund 100 Fachspezialist:Innen der SBB anhand transparenter Kriterien. Siemens erzielte dabei den klar höchsten Gesamtwert. Die SBB bezeichnet das Ergebnis nicht als enges Rennen, sondern als deutlichen Vorsprung des siegreichen Angebots.

Preisunterschied über die gesamte Lebensdauer

Stadler verweist auf eine geringe Differenz bei den reinen Investitionskosten. Laut SBB fällt der Gesamtkostenvergleich jedoch deutlich aus: Über 25 Jahre ergibt sich ein Preisunterschied im dreistelligen Millionenbereich. Ausschlaggebend waren tiefere Betriebsaufwände in den Bereichen Energie, Trassen und Instandhaltung.

Technische Anforderungen erfüllt

Alle drei Anbieter haben weiterentwickelte Standardfahrzeuge mit bewährten Komponenten angeboten und die technischen Anforderungen des Pflichtenhefts erfüllt. Die SBB betont ihre Verpflichtung zu Transparenz, weist jedoch darauf hin, dass vertrauliche Informationen des Vergabeverfahrens gesetzlich geschützt sind.

Ausblick

Wie stark die Beschwerde das Projekt verzögern wird, ist offen. Der aktuelle Plan sieht den Einsatz der neuen Züge ab 2031 vor.