Neue Solarfähre soll Verbindung in Verchen sichern

Die Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft (MVVG) plant den Ersatz der in die Jahre gekommenen Personenfähre Aalbude in Verchen an der Mecklenburgischen Seenplatte. Die bestehende Fähre ist 28 Jahre alt; Ersatzteile sind nicht mehr lieferbar, mehrere Reparaturen wurden bereits durchgeführt. Um den Fährbetrieb dauerhaft sicherzustellen, soll eine neue Solarfähre beschafft werden.

Das neue Schiff soll zwölf Fahrgäste befördern und die Anforderungen der Binnenschiffsuntersuchungsordnung sowie des ES-TRIN erfüllen. Vorgesehen ist ein emissionsfreier Antrieb mit Elektromotoren in Kombination mit Photovoltaikmodulen, welche die benötigte Energie direkt an Bord erzeugen. Die MVVG verfolgt damit das Ziel einer CO2-neutralen Verkehrsinfrastruktur.

Die Fährverbindung ist nach Angaben der MVVG integraler Bestandteil des lokalen ÖPNV-Netzes. Zumutbare Umwege für den schienengebundenen oder fussläufigen Verkehr bestehen nicht, weshalb die Ersatzbeschaffung im beschleunigten Verfahren erfolgt. Ein längerer Unterbruch der Verbindung hätte nach Einschätzung der Verkehrsgesellschaft spürbare Folgen für die Daseinsvorsorge und den Tourismus in der Region.

Der geschätzte Auftragswert liegt bei rund 200’000 Euro. Finanziert wird das Vorhaben unter anderem über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Die Inbetriebnahme der neuen Fähre ist nach einer Bauzeit von rund fünf Monaten vorgesehen.