NS bereitet sich auf Hitzewelle vor

Bei Aussentemperaturen von über 30 Grad können Komponenten von Zügen überhitzen. Da Züge den grössten Teil des Tages in direkter Sonneneinstrahlung stehen, sind vor allem Klimaanlagen stark belastet. Ein Doppelstockzug mit sechs Wagen verfügt über zwei Klimaanlagen: Fällt eine aus, kann der Zug weiterfahren; bei einem zweiten Ausfall muss er zur Wartung aus dem Betrieb genommen werden. Daneben können Probleme mit der Traktion – dem elektrischen Antrieb – sowie mit den Umrichtern entstehen, die Hochspannung in Niederspannung umwandeln. Besonders Doppelstockzüge gelten aufgrund ihres hohen Gewichts als anfällig bei extremer Hitze.

NS und ProRail treffen verschiedene Massnahmen, um Betriebsunterbrechungen zu minimieren. Züge werden während der Hitzetage engmaschig auf Störungen überwacht und bei Bedarf mit Vorrang aus dem Fahrplan genommen und repariert. Reparierte Fahrzeuge sollen so rasch wie möglich wieder in den Betrieb eingesetzt werden. ProRail überwacht zusätzlich die Infrastruktur, insbesondere Signale und Weichen.

Reisenden empfiehlt NS, kurz vor der Abfahrt die NS-Reiseplanungs-App zu prüfen. Auf mehr als 250 Bahnhöfen stehen kostenlose Wasserzapfstellen zur Verfügung. Zudem ist Wasser an Geschäften auf den Bahnhöfen erhältlich, und das Störfallteam von ProRail führt Trinkwasser mit sich für den Fall, dass ein Zug liegen bleibt.

Quelle: https://nieuws.ns.nl