ÖBB-Bilanz: Weniger Unfälle an Bahnübergängen, mehr Tote

Österreichweit sind die Unfallzahlen an Eisenbahnkreuzungen 2025 leicht zurückgegangen: Die ÖBB verzeichneten 50 Unfälle nach 52 im Vorjahr. Die Zahl der Toten stieg von 3 auf 5, während die Verletztenzahl von 38 auf 17 sank. Langfristig zeigt sich ein positiver Trend, 2015 waren es noch 71 Unfälle. In Kärnten registrierten die ÖBB sieben Unfälle nach zwei im Vorjahr, mit einem Todesopfer und einer schwer verletzten Person.

Die ÖBB investieren jährlich mehr als 25 Millionen Euro in sichere Eisenbahnkreuzungen sowie deren Schliessung oder Ersatz. Die Zahl der Kreuzungen im österreichischen Netz wurde seit dem Jahr 2000 von über 6’000 auf aktuell 2’874 mehr als halbiert. 1’633 Kreuzungen sind technisch mit Lichtzeichen oder Schranken gesichert, die übrigen mit Stopptafel und Andreaskreuz. Bund und ÖBB tragen 75 Prozent der Umbaukosten, den Rest Länder und Gemeinden.

Eine Verhaltensbeobachtung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit an rund 3’000 Fahrzeugen zeigt Handlungsbedarf: An Kreuzungen mit Stopptafel hielten nur rund 75 Prozent der Lenkenden vorschriftsmässig an, bei Lichtzeichenanlagen waren es bei Rotlicht rund 80 Prozent.

Die ÖBB setzen auf die weitere Auflassung von Kreuzungen, die Aufrüstung der Sicherungstechnik sowie eine Rotlichtüberwachung an rund hundert Standorten, deren Ergebnisse an die Polizei weitergeleitet werden. Ergänzend laufen Sensibilisierungskampagnen wie «Pass auf dich auf» sowie Kooperationen mit ÖAMTC, ARBÖ und Fahrschulen.