ÖBB-Rahmenplan 2027-2032: 19.5 Mrd. Euro für Österreichs Bahnnetz

Die ÖBB haben den Rahmenplan für die Jahre 2027 bis 2032 verabschiedet. Er sieht Investitionen von 19.5 Mrd. Euro in die Bahninfrastruktur vor, ergänzt durch weitere 5 Mrd. Euro für die Instandhaltung – also Entstörung, Inspektion, Wartung und Instandsetzung. Das entspricht rund 3 Mrd. Euro pro Jahr.
Der Rahmenplan setzt auf eine achsenorientierte Betrachtung des Netzes: Vorhaben entlang wichtiger Strecken werden aufeinander abgestimmt, damit sie in ihrer Wirkung zusammenspielen. Ziel ist es, Baustellen effizienter abzuwickeln und den laufenden Betrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen. Schwerpunkte liegen auf Aus- und Neubau, Modernisierung des Bestandsnetzes, Zugsicherung und Betriebsführung sowie Reinvestitionen in Netz und Anlagen.
Mehrere Grossprojekte bleiben im Zeitplan: Der Semmering-Basistunnel soll 2029 in Betrieb gehen, der viergleisige Ausbau der Weststrecke zwischen Linz und Wels ist für 2031 geplant, der Brenner Nordzulauf für 2039. Beim Ausbau der Nordbahn konnte durch ein neues Baukonzept die Bauzeit um drei Jahre verkürzt und rund 100 Mio. Euro eingespart werden.
Einige Projekte wurden bewusst neu gereiht. Der viergleisige Ausbau der Weststrecke im Salzburger Flachgau verschiebt sich auf 2046 (bisher 2044), wobei die Planungen eine Reduktion der Investitionen um rund 300 Mio. Euro ermöglichten. Die Flughafenspange Richtung Bratislava und Budapest wird 2037 statt 2035 fertig. Die Modernisierung der Franz-Josefs-Bahn verzögert sich um ein Jahr auf 2034. Insgesamt werden 87 Prozent der bisherigen Projekte planmässig weitergeführt.
Quelle: presse-oebb.at
