ÖBB Rail Cargo Group stärkt Logistikdrehscheibe in Norditalien

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat am 30. Juli 2025 einen Zehnjahresvertrag mit dem Terminal Sona bei Verona abgeschlossen. Die Vereinbarung sichert der RCG langfristig Kapazitäten an einem strategisch bedeutenden Standort im norditalienischen Schienengüterverkehr.
Der Terminal Sona verfügt über vier 600 Meter lange Verladegleise und zwei Ein- und Ausfahrgleise. Auf einer Fläche von rund 110’000 Quadratmetern werden intermodale Umschlagprozesse abgewickelt. Bis 2028 ist ein Ausbau der Infrastruktur vorgesehen. Bereits 2026 sollen neue Verbindungen ergänzt werden.
Aktuell bestehen regelmässige TransFER-Zugverbindungen zwischen Verona und Wien (2×/Woche), Hannover (4×/Woche) sowie Wuppertal (8×/Woche). Diese Linien ermöglichen die Verlagerung von Transporten auf die Schiene und entlasten insbesondere die Brennerroute.
Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung von Sona zu einem intermodalen Knotenpunkt für Süd-, Nord- und Osteuropa. Wöchentlich können bis zu 30 Güterzüge abfahren. Vor Ort sorgen rund 30 Mitarbeitende für den Betrieb.
Die RCG ist in 18 Ländern aktiv und betreibt in 13 davon Züge in Eigentraktion. Mit rund 6’000 Beschäftigten werden jährlich über 79 Millionen Nettotonnen Güter transportiert. Der Strom für den Bahnbetrieb stammt laut ÖBB zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen.