ÖBB Rail Cargo Group und AGRANA sichern Zuckerversorgung trotz Hochwasser

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat die Zuckerrübenkampagne 2024 erfolgreich abgeschlossen, obwohl massive Überschwemmungen in Niederösterreich zentrale Bahnstrecken unpassierbar machten. Besonders betroffen war die Transportachse durch das Tullnerfeld, essenziell für die Lieferung der Rüben an die AGRANA-Produktionsstandorte in Tulln und Leopoldsdorf.
Durch schnelles Handeln wurde eine alternative Route über Krems mit Diesellokomotiven eingerichtet. Diese Lösung verhinderte Produktionsausfälle und sicherte die rechtzeitige Verarbeitung der Ernte.
Steigende Transportmengen und nachhaltige Bahnlogistik
Trotz der Herausforderungen verzeichnete die Kampagne ein Transportwachstum: 1,8 Millionen Tonnen Zuckerrüben wurden in Österreich befördert, verglichen mit 1,5 Millionen Tonnen im Vorjahr. Auch in Ungarn war die RCG aktiv und transportierte 430.000 Tonnen zur Magyar Cukor Zrt., der einzigen Zuckerfabrik des Landes.
Die Bahn spielt eine zentrale Rolle im Agrarsektor: Rund 55 % des Rübentransports in Österreich und Ungarn erfolgen umweltfreundlich per Zug. Damit stellt dieser Transport einen der grössten agrarischen Einzelverkehre innerhalb der Rail Cargo Group dar.
AGRANA: Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe auf globaler Ebene
AGRANA verarbeitet Agrarrohstoffe zu Lebensmitteln und industriellen Vorprodukten. Mit 9.000 Mitarbeitenden an 53 Standorten weltweit erzielt das Unternehmen einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro. Als Marktführer in der Fruchtverarbeitung und bedeutender Stärkeproduzent beliefert AGRANA zahlreiche Industriezweige.
Die enge Zusammenarbeit zwischen ÖBB RCG und AGRANA zeigt, wie resiliente Logistiklösungen Krisen überbrücken und eine zuverlässige Versorgung sicherstellen.
