ÖBB: Sanierung der Semmering-Bergstrecke abgeschlossen

Die ÖBB haben die Bauarbeiten auf der Semmering-Bergstrecke zwischen Niederösterreich und der Steiermark am 29. Mai 2026 abgeschlossen. Seit diesem Tag verkehren alle Züge wieder ohne Einschränkungen auf der Südstrecke.

Die Arbeiten dauerten vom 14. März bis zum 28. Mai 2026. Im Zentrum stand die Sanierung des Viadukts Kalte Rinne, des grössten Viadukts entlang der Semmeringbahn. Die alte Fahrbahnplatte wurde entfernt, rund 92 Tonnen Betonstahl neu eingebaut und eine neue Tragwerksplatte betoniert. Zusätzlich wurden etwa 1’200 Quadratmeter Abdichtungsbahnen verarbeitet. Während der gesamten Sperre fuhren die Züge eingleisig an der Baustelle vorbei.

Neben der Viaduktsanierung erneuerten die ÖBB 200 Meter Gleise und eine Weiche, führten Unterbau- und Entwässerungsmassnahmen durch und installierten einen Lastenlift für den Materialtransport über rund 45 Meter Höhenunterschied. Bis zu 50 Mitarbeitende waren rund um die Uhr im Einsatz, alle Arbeiten erfolgten unter Einhaltung der Denkmalschutz-Vorgaben.

Insgesamt investierten die ÖBB 2026 rund 20 Millionen Euro in die Semmering-Bergstrecke. Mit der geplanten Eröffnung des Semmering-Basistunnels Ende 2029 wird die Bergstrecke an verkehrlicher Bedeutung verlieren, bleibt aber weiterhin Teil der Südstrecke.

Quelle: presse-oebb.at