ÖBB testet neuen Railjet M im Klima-Wind-Kanal in Wien

Der neue Railjet M der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wird derzeit im weltweit grössten Klima-Wind-Kanal in Wien unter Extrembedingungen getestet. Das Testprogramm umfasst Temperaturen von -25 °C bis +45 °C, intensive Sonneneinstrahlung, starken Wind, Schneefall, hohe Luftfeuchtigkeit sowie Eisregen – Bedingungen, wie sie im alpinen Raum auftreten können.
Im Rahmen der Tests analysieren Fachleute Komponenten wie Scheiben, Türen und technische Systeme auf ihre Stabilität. Ebenfalls geprüft werden Sanitäranlagen, Wärmedämmung, Luftqualität und die Energieeffizienz des Fahrzeugs. Der Railjet M wurde gezielt für inneralpine Strecken entwickelt, die durch Steigungen, enge Kurvenradien und extreme Witterungsbedingungen geprägt sind.
Insgesamt hat die ÖBB 31 Züge des Typs Mireo bei Siemens Mobility bestellt. Die rund 106 Meter langen, barrierefreien Garnituren bieten 257 Sitzplätze in der ersten und zweiten Klasse. Breitere Wagen und ein neues Raumkonzept sollen ein grosszügigeres Fahrgefühl ermöglichen. An Bord vorhanden sind zudem Halterungen für Skis und Snowboards sowie Fahrradstellplätze. Ab 2028 soll der Railjet M auf den Interregio-Linien (inneralpine Fernverkehrsverbindungen) eingesetzt werden.
Die ÖBB investieren bis 2030 nach eigenen Angaben über 6.1 Milliarden Euro in die Beschaffung von mehr als 300 neuen Zügen.
Quelle: https://presse-oebb.at