PVG Burgenlandkreis führt bargeldloses Bezahlen in Bussen ein

Die Personenverkehrsgesellschaft PVG Burgenlandkreis mbH plant die Einführung eines Cashless-Payment-Systems im Linienverkehr und beschafft dafür eine marktreife, betrieblich erprobte Lösung. Das Vorhaben ist Teil eines Just-Transition-Fund-Projekts (JTF) und soll den ÖPNV im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis schrittweise digital modernisieren.

Beschafft werden EC-Cash-Zahlungsterminals für den Einsatz an Bord sowie die Leistungen eines Payment Service Providers (Netzbetreiber bzw. Acquirer) zur Abwicklung der bargeldlosen Transaktionen. Die Lösung muss den regulatorischen Anforderungen entsprechen, insbesondere zur PCI-DSS-relevanten Nachweisführung, und einen revisionssicheren Betrieb gewährleisten. Eigenentwicklungen sind ausdrücklich ausgeschlossen – zum Einsatz kommen sollen bestehende, standardisierte Produkte und Services, die sich ohne organisatorischen, technischen oder vertraglichen Mehraufwand in die bestehende Zahlungs- und Bankenstruktur integrieren lassen.

Mit dem Cashless-Payment-System sollen der Fahrscheinverkauf vereinfacht, die Aufenthaltszeiten an Haltestellen verkürzt und der Fahrbetrieb stabilisiert werden. Die Reduktion von Bargeld im Fahrzeug erhöht zudem die Sicherheit des Fahrpersonals und vereinfacht interne Abrechnungs- und Kontrollprozesse. Eingesetzt wird die Lösung an den Standorten Weissenfels, Naumburg, Zeitz und Bad Bibra.

Vorgesehen ist ein Pilotbetrieb mit ausgewählten Fahrzeugen ab Dezember 2026. Der flächendeckende Einbau in alle vorgesehenen Fahrzeuge soll von Januar bis April 2027 erfolgen, parallel dazu läuft eine umfassende Test- und Pilotphase. Die finale Abnahme des Gesamtsystems ist für Anfang Juli 2027 vorgesehen.

Quelle: https://ted.europa.eu