RailCom stärkt Mitwirkung für diskriminierungsfreien Zugang zum Bahnnetz

Mitwirkung im Fokus der Aufsichtstätigkeit
Die Kommission für den Eisenbahnverkehr (RailCom) hebt in ihrem Tätigkeitsbericht 2024 die Mitwirkung als Schlüsselinstrument zur Sicherstellung eines diskriminierungsfreien Zugangs zum Schweizer Eisenbahnnetz hervor. Im Rahmen des Eisenbahngesetzes sollen betroffene Unternehmen sowie Anspruchsgruppen frühzeitig in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Diese partizipative Herangehensweise dient dazu, ausgewogene Lösungen zu fördern und Systementscheidungen besser abzustützen.
Fachtagung zur Mitwirkung
Ein zentrales Element der Aktivitäten im Jahr 2024 war eine Fachtagung im Oktober zum Thema «Mitwirkung im Eisenbahnbereich». Ziel war es, praktische und rechtliche Aspekte zu diskutieren und die Umsetzung des Mitwirkungsprinzips im Bahnbetrieb weiter zu etablieren.
Verfahren zu Infrastrukturleistungen
Aktuell bearbeitet die RailCom zwei Verfahren von Amtes wegen sowie zwei hängige Beschwerden. Thematisch betreffen diese u. a. die Zusatzleistung «Rangieren in Rangierbahnhöfen» und den diskriminierungsfreien Zugang zu Umschlagsanlagen des kombinierten Verkehrs, welche mit Bundesmitteln finanziert wurden. Auch eine Verfügung der Trassenvergabestelle zum Trassenantrag ist Gegenstand eines laufenden Verfahrens.
Präsidium neu besetzt
Mit Wirkung zum 1. Januar 2025 hat Dr. Barbara Furrer das Präsidium der RailCom übernommen. Sie folgt auf Patrizia Danioth Halter, welche die Kommission während zwölf Jahren geprägt hat.