Regierung sieht für Bahn Altstätten-Gais kaum Zukunft

Wie der Rheintaler berichtet, schätzt der St. Galler Regierungsrat den Fortbestand der Zahnradbahn Altstätten-Gais der Appenzeller Bahnen (AB) als unrealistisch ein. Anlass war eine Sitzung des Kantonsrats, an der die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs vor dem Hintergrund weiterer geplanter Einsparungen von 60 Millionen Franken zur Sprache kam.
Regierungsrat Bruno Damann führte aus, dass bis zum Betriebsende der heute eingesetzten Fahrzeuge im Jahr 2035 der Kostendeckungsgrad erreicht werden müsse. Verschiedene Massnahmen seien zwar ergriffen worden, die Frequenzen blieben aber tief und die touristische Bedeutung gering. Ein Grund liege darin, dass die Linie nicht direkt an den Bahnhof Altstätten angeschlossen sei. Eine Umstellung von der Bahn auf den Bus sei daher wahrscheinlich.
Für die weiteren AB-Linien zwischen Rorschach und Heiden sowie zwischen Rheineck und Walzenhausen wurde bereits neues Fahrmaterial bestellt; deren Fortbestand gilt als gesichert. Zur Linie Altstätten-Gais äusserte sich Damann nicht weiter.
Die jüngsten Zahlen der AB zeigen demgegenüber eine deutliche Zunahme: In den ersten vier Monaten des Jahres wurden auf der Linie Altstätten-Gais 61’852 Personen befördert, rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Hochgerechnet liegt der Wert über dem Zwischenziel von 175’000 Fahrgästen für das Jahr 2026.
Diskutiert wird auch das Postauto-Pilotprojekt Amigo, das selbstfahrende Fahrzeuge als Ergänzung des öV-Angebots im Rheintal testet. Offen bleibt, ob solche Angebote bestehende Linien ergänzen oder ersetzen sollen.
Quelle: https://www.rheintaler.ch
