Rettungsübung im Tunnel Engelberg: Zentralbahn trainiert Ernstfall

Im Tunnel Engelberg hat die Zentralbahn gemeinsam mit Feuerwehr, Kantonspolizei Nidwalden und Rettungsdienst eine grossangelegte Rettungsübung durchgeführt. Rund 100 Personen waren beteiligt, darunter rund 40 Einsatzkräfte und etwa 50 Figuranten – mitspielende Fahrgäste, zu denen auch rund 20 Jugendliche und Lehrpersonen der Schule Oberdorf gehörten.
Das Szenario: Ein Zug ist bei der Weiche Fangboden entgleist und der Tunnelwand entlang geschrammt. Mehrere Personen sind verletzt, der Lokführer bewusstlos, der Zug damit unbegleitet. Alarmiert wurde um 19.05 Uhr durch einen Anruf eines Fahrgasts bei der Kantonspolizei Nidwalden. Verletzungen waren geschminkt, Blut durch rot gefärbtes Wasser dargestellt; alle Figuranten erhielten ein STOP-Schild, um die Übung jederzeit abbrechen zu können.
Ein Schwerpunkt lag auf der Infrastrukturfreigabe, also der sicheren Durchführung von Erdungs- und Schalthandlungen als Voraussetzung für jeden Einsatz im Gleis- und Fahrleitungsbereich. Weiter wurde die Triage und Evakuierung unter realitätsnahen Bedingungen geübt – dunkel, eng und mit anspruchsvoller Materiallogistik. Für den Transport der Schwerverletzten kam der Tunnelblitz zum Einsatz, ein auf die Schiene aufgleisbares Spezialfahrzeug, das pro Fahrt drei Personen liegend aus dem Tunnel bringt. Um 21.11 Uhr waren alle Verletzten gerettet.
Peter Furrer, Leiter Betrieb bei der Zentralbahn, zog ein positives Fazit: Die Prozesse hätten funktioniert, das Zusammenspiel zwischen den Disziplinen sei zielgerichtet erfolgt. Erkannte Verbesserungspotenziale werden nun umgesetzt.
Quelle: https://www.zentralbahn.ch
