Rhätische Bahn verzeichnet starkes Wachstum – Berninalinie an Kapazitätsgrenzen

red and white boat on river near mountain during daytime
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Die Rhätische Bahn (RhB) verzeichnet auch dieses Jahr ein starkes Wachstum im Freizeit- und touristischen Verkehr. Bei den Personenkilometern wurden in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 die Vorjahreswerte um 11 Prozent übertroffen. Seit 2016 erreichte die RhB ein dreifach höheres Wachstum als der Durchschnitt der Schweizer Bahnen. Auf der Berninalinie stieg die Anzahl Personenkilometer im Dreijahresvergleich um 71 Prozent. Dies führte unter anderem dazu, dass es auf der Berninalinie während der Hochsaison zu Kapazitätsengpässen kam, mit Zügen, die teilweise eine Auslastung von über 100 Prozent verzeichneten.

Der Bernina Express legte nochmals kräftig zu. Von Januar bis Oktober 2025 konnte die RhB im Bernina Express 13 Prozent mehr Reisende begrüssen als in der gleichen Zeitspanne im Vorjahr (von 369.050 auf 416.220 Fahrgäste). Verglichen mit dem «Vor-Corona»-Rekordjahr 2019 stieg die Nachfrage um satte 68 Prozent. Die RhB investierte auch in ihr Top-Produkt: Mit einem Soft Refit wurde mehr Stauraum für Gepäck geschaffen und die Innenausstattung der Panoramawagen modernisiert. Im Glacier Express sind die Buchungen um 8 Prozent höher als im Vorjahr.

Trotz vielen Baustellen und hohem Fahrgastaufkommen konnte die Pünktlichkeit der RhB-Züge von Januar bis Oktober 2025 um rund 5 Prozentpunkte auf 90.6 Prozent gesteigert werden. Auf der Berninalinie gelang trotz sehr hoher Auslastung eine Verbesserung um rund 6 Prozentpunkte auf 86.6 Prozent. Ab Fahrplanwechsel 14. Dezember 2025 wird auf der Berninalinie eine freiwillige Einzelplatzreservation für CHF 5.00 eingeführt. Langfristig plant die RhB neue, zweispannungsfähige Halbtriebzüge und eine Taktverdichtung mit halbstündlichen Verbindungen St. Moritz – Poschiavo – Tirano.