Rheineck-Walzenhausen: Bahn ab Anfang 2027 ausser Betrieb

Die Appenzeller Bahnen (AB) haben die Bauarbeiten für die Modernisierung und Automatisierung der Linie Rheineck-Walzenhausen an die Firma Walo Bertschinger in Goldach vergeben. Das Auftragsvolumen beträgt rund 27 Millionen Franken. Die Plangenehmigungsverfügung des Bundesamts für Verkehr (BAV) steht noch aus; für die Baupisten und Installationsplätze ab September haben die AB eine Teilverfügung beantragt. Die Hauptbauarbeiten und die Ausserbetriebnahme der Bahn sind für Anfang 2027 vorgesehen.
Erneuert werden Fahrbahn mit Unter- und Oberbau, Zahnstangen, Hangsicherungen und Fahrleitung. Dazu kommen die Totalsanierung des 311 Meter langen Schutztunnels und des 70 Meter langen Walzenhausentunnels, die Instandsetzung der drei Ruderbachbrücken, der Brücken Hof und Grund und die Erneuerung der beiden Bahnübergänge. In Rheineck wird der Hochperron abgebrochen und das Gleis für den stufenlosen Einstieg abgesenkt, in Walzenhausen entstehen eine Liftanlage und eine neue Gleichrichteranlage. Ein digitales Zugsteuerungssystem überwacht die Züge künftig in Echtzeit. Die Infrastruktur erfüllt danach die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes.
Das neue Fahrzeug ist bei Stadler Rail in Bussnang im Innenausbau. Erste Testfahrten beginnen noch während der Bauarbeiten, die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant. Es entsteht die weltweit erste vollautomatisierte Überland-Adhäsions- und Zahnradbahn; der führerlose Betrieb ermöglicht längere Betriebszeiten.
