S-Bahn Stuttgart: 14.3 Mio. Zugkilometer ab 2034 ausgeschrieben

Der Verband Region Stuttgart schreibt die Verkehrsleistungen der S-Bahn Stuttgart sowie der beiden Regionalbahnlinien RB11 «Schusterbahn» und RB64 «Teckbahn» aus. Der Leistungsumfang beträgt rund 14.3 Mio. Zugkilometer pro vollem Fahrplanjahr, dazu kommen optionale Leistungen von rund 2.9 Mio. Zugkilometern. Die Betriebsaufnahme ist für den 10. Dezember 2034 vorgesehen.
Der Verkehrsvertrag soll als Bruttovertrag mit qualitativem Anreizsystem über 15 Jahre laufen und endet voraussichtlich am 12. Dezember 2049. Zusätzlich ist ein Korridor für Zu- und Abbestellungen von plus/minus 25 Prozent des Grundangebots zu Grenzkosten vorgesehen.
Beim Rollmaterial verfolgt der Aufgabenträger ein gemischtes Modell. Vom heutigen Betreiber sollen bis zu 155 Gebrauchtfahrzeuge des Typs ET 430 übernommen und dem künftigen Eisenbahnverkehrsunternehmen beigestellt werden. Für diese Fahrzeuge ist während der Vertragslaufzeit ein Redesign geplant, das die Fahrgastinformation und die Aufenthaltsqualität verbessern und die Flotte an die neuen Fahrzeuge angleichen soll. Die übrigen Fahrzeuge beschafft das Eisenbahnverkehrsunternehmen über ein Finanzierungsmodell neu und hält sie instand.
Zu den Optionen zählen eine Verlängerung ins Filstal nach Geislingen, ein 15-Minuten-Takt auf der S66/S60 sowie Verlängerungen der S1 nach Weilheim, der S5 nach Mühlacker und der S6 nach Calw.
