Sachplan für unterirdischen Gütertransport vorerst gestoppt

Der Bund, die Standortkantone Zürich, Aargau und Solothurn sowie die Stadt Zürich haben beschlossen, die Arbeiten am Sachplan Verkehr, Teil unterirdischer Gütertransport (SUG), vorerst zu stoppen. Grund dafür sind offene Fragen und Vorbehalte, die im Rahmen der Anhörung zum Sachplan geäussert wurden.
Die kritischen Punkte betreffen insbesondere die Grundwasserproblematik, die Auswirkungen auf den Verkehr an den geplanten Hub-Standorten, den Umgang mit Ausbruchmaterial aus dem Tunnelbau sowie grundlegende Fragen zur Projektumsetzung. Zusätzlich bestehen Bedenken hinsichtlich der gesetzlich geforderten privaten Finanzierung. Diese ist Voraussetzung, um die Risiken für die Allgemeinheit zu minimieren.
Bereits im Februar 2025 hatte das UVEK die Projektträgerin CST beauftragt, externe Untersuchungen zu Finanzierung, Nutzen und Machbarkeit durchführen zu lassen. Am 22. September 2025 wurden die Ergebnisse mit den Standortkantonen, der Stadt Zürich und CST analysiert. Die Prüfung bestätigte, dass die gesetzlichen Voraussetzungen derzeit nicht erfüllt sind.
CST hatte am 8. September 2025 kommuniziert, dass das Projekt unter den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen nicht betriebswirtschaftlich umgesetzt werden kann. Der Bundesrat wird über eine definitive räumliche Festlegung einzelner Projektelemente erst entscheiden, wenn die offenen Punkte geklärt sind.
Quelle: Bundesamt für Verkehr (BAV), Medienmitteilung vom 22.09.2025