Sanierungskonzept für Betonschäden im Lötschberg-Scheiteltunnel vorgestellt

Die BLS hat ein Sanierungskonzept zur Behebung von Betonschäden im Lötschberg-Scheiteltunnel zwischen Kandersteg und Goppenstein präsentiert. Die Schäden wurden im Sommer 2024 bei Kontrollgängen festgestellt und sind auf sulfathaltiges Bergwasser zurückzuführen.
Lokalisierung und Schadensausmass
Die betroffenen Bereiche befinden sich rund 3,5 Kilometer vom nördlichen Portal bei Kandersteg und etwa 4 Kilometer vom südlichen Portal bei Goppenstein entfernt. Der erhöhte Sulfatgehalt im Wasser führt zu oberflächlichen Rissen und Abplatzungen sowie einer geschwächten Festigkeit des Betons, was die Verankerung der Gleise beeinträchtigen kann.
Geplante Massnahmen
Die Sanierungsmassnahmen gliedern sich je nach Schadensausmass:
- Neubau der Fahrbahn: Auf 50 Metern wird der beschädigte Beton vollständig entfernt und durch sulfatbeständigen Beton ersetzt.
- Ausbesserungen und Imprägnierungen: Auf 60 Metern werden Risse und Abplatzungen repariert. Zusätzlich erfolgt eine Imprägnierung.
- Reinigung und Imprägnierung: Auf weiteren 80 Metern, die durch Feuchtigkeit betroffen sind, wird der Beton gereinigt und imprägniert.
Diese Schritte zielen darauf ab, die Betonfahrbahn langfristig gegen sulfathaltiges Wasser zu schützen.
Durchführung und Kosten
Die Arbeiten werden ausserhalb der Ferienzeiten durchgeführt, um den Autoverlad möglichst wenig zu beeinträchtigen. Die Sanierungsdauer wird auf vier bis sechs Wochen geschätzt und erfolgt bei laufendem Bahnbetrieb. Die Kosten belaufen sich auf zwei bis drei Millionen Franken, wobei die BLS von einer weitgehenden Versicherung der Schäden ausgeht.
Das Konzept wird derzeit mit externen Fachstellen wie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) weiter konkretisiert und geprüft.