SBB bricht Leasing für Hochgeschwindigkeitszüge ab und finanziert selbst

Die SBB hat das Beschaffungsverfahren «Hochgeschwindigkeitszüge» – Operating Lease abgebrochen. Geplant war, die neuen Züge über ein Operating Lease zu beziehen, also über ein Leasingmodell, bei dem die SBB das Rollmaterial nutzt, ohne es zu besitzen. Die Ausschreibung lief seit August 2025 als selektives Verfahren, im November 2025 erfolgte die Auswahl der Teilnehmenden.
Nach vertieften Abklärungen und aufgrund neuer, nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann die SBB die Beschaffung in naher Zukunft mit eigenen Mitteln finanzieren. Sie ist damit nicht mehr auf eine Fremdfinanzierung angewiesen und will den Bedarf neu ausrichten: Die Hochgeschwindigkeitszüge sollen nicht mehr geleast, sondern eigenfinanziert beschafft werden.
Der künftige Beschaffungsgegenstand unterscheidet sich rechtlich, wirtschaftlich und beschaffungstechnisch wesentlich vom bisherigen Verfahren. Unterschiede ergeben sich unter anderem beim Anbieterkreis, beim Eigentumsübergang, bei der Finanzierung, bei Laufzeit- und Restwertrisiken, bei der Preis- und Kostenstruktur, bei Bilanzierung und Lebenszykluskosten sowie bei Vertragslaufzeit und Risikoverteilung.
Da die Anpassungen nicht bloss untergeordnete Präzisierungen, sondern wesentliche Elemente der Beschaffung betreffen, wird das Verfahren neu aufgelegt. Die bisherigen Anbieterinnen haben keinen Anspruch auf eine Entschädigung.
