SBB-Einzelwagenladungsverkehr: Kein Aufschub der Neuausrichtung mehr möglich

Die SBB hält an der Neuausrichtung des Einzelwagenladungsverkehrs per Fahrplanwechsel im Dezember 2026 fest. Ein neues Produktionsmodell soll die Auslastung erhöhen, die Kosten senken und ein nationales Angebot sicherstellen. Die Umstellung gilt als nächster grosser Schritt in der Neuausrichtung des Güterverkehrs.
Wirtschaftsverbände haben in einem Brief an die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N) Forderungen zur Neuausrichtung gestellt. Die SBB ist nicht Adressatin des Schreibens. Sie hat die aus ihrer Sicht wichtigsten Punkte eingeordnet und steht der Kommission für weitere Auskünfte zur Verfügung.
Die SBB verweist auf den politischen Auftrag: Der Bund hat sie beauftragt, den Einzelwagenladungsverkehr wirtschaftlich tragfähig auszurichten. Die entsprechende Leistungsvereinbarung wurde nach einer Ausschreibung mit der SBB abgeschlossen.
Die Umstellung ist laut SBB weit fortgeschritten. Da die Trassen-, Personal- und Rollmaterialplanung bereits angepasst ist, sei ein Aufschub oder Marschhalt faktisch nicht mehr möglich.
Das neue Produktionsmodell wurde in Abstimmung mit den Grosskunden entwickelt, die 70 Prozent des Umsatzes ausmachen. In den vergangenen Monaten führte die SBB zudem mehr als 300 Kundengespräche. Sie bezeichnet sich als gesprächsbereit und will die Hintergründe und Ziele der Neuausrichtung erneut darlegen.
