SBB passt Begriffswahl bei Störungen erneut an: «Personenunfall» statt «Fremdereignis»

Ab dem 4. Juni 2025 verwendet die SBB wieder den Begriff «Personenunfall» in ihren Fahrgastinformationen. Damit ersetzt sie die bisherige Formulierung «Fremdereignis», die seit Sommer 2024 eingeführt worden war. Ziel der ursprünglichen Anpassung war es, sensibler mit heiklen Ereignissen umzugehen. In der Praxis führte der Begriff jedoch häufig zu Unklarheiten.
Viele Reisende konnten mit der Bezeichnung «Fremdereignis» wenig anfangen. Rückmeldungen zeigten, dass die neue Wortwahl als unpräzise empfunden wurde und Spekulationen begünstigte. Die SBB reagiert darauf mit einer Rückkehr zu einer Begriffswahl, die zwar sachlich bleibt, aber von der Öffentlichkeit besser verstanden wird.
Der Begriff «Personenunfall» wird künftig wieder einheitlich in allen Kanälen eingesetzt – auf digitalen Anzeigern, in Lautsprecherdurchsagen, in Apps und auf der Website. Die SBB legt Wert darauf, auch weiterhin mit Respekt und Zurückhaltung zu kommunizieren. Es sollen keine Details genannt werden, die Rückschlüsse auf das Ereignis oder betroffene Personen zulassen.
Mit dieser Anpassung stellt die SBB sicher, dass die Informationen für Fahrgast:Innen verständlich und nachvollziehbar bleiben – insbesondere in belastenden Situationen. Die Entscheidung wurde in Abstimmung mit Fachstellen und basierend auf breitem Feedback gefällt. Klarheit und Einheitlichkeit in der Kommunikation stehen dabei im Vordergrund.