SBB sichern sich Helikopter-Kapazitäten für Bau und Unterhalt im ganzen Land

Für Transporte und Montagearbeiten an schwer zugänglichen Stellen bleibt der Helikoptereinsatz für die SBB zentral. Mit der Ausschreibung «2025 KDL 002 Helikopterleistungen» hat der Konzern neue Rahmenverträge abgeschlossen, die Einsätze in allen Sprachregionen und Gewichtsklassen abdecken. Damit stehen spezialisierte Anbieter für Aufgaben bereit, die zeitlich, topografisch oder technisch keine herkömmliche Logistik erlauben.
Die Helikopterleistungen werden im Bahnbetrieb unter anderem für Materialtransporte, Personenflüge, Forstarbeiten oder die punktgenaue Montage von Bauteilen eingesetzt. Um eine optimale Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, wurde die Beschaffung in fünf Lose gegliedert. So können Aufträge je nach Einsatzgebiet und benötigter Traglast flexibel vergeben werden.
Zuschläge im Überblick:
- Los 1: Deutschsprachige Schweiz, bis 1’200 kg
Swiss Helicopter AG, Chur
Zuschlag: 938’250 CHF
Einziger Anbieter, der alle Anforderungen erfüllte - Los 2: Französischsprachige Schweiz, bis 1’200 kg
Air-Glaciers SA, Sion
Zuschlag: 229’540 CHF
Preislich vorteilhaftestes Angebot bei vollständiger Eignung - Los 3: Italienischsprachige Schweiz, bis 1’200 kg
Tarmac Aviation SA, Agno
Zuschlag: 196’346 CHF
Einziger Anbieter mit vollständiger Erfüllung aller Kriterien - Los 4: Schweizweit, 1’200–2’700 kg
ROTEX Helicopter AG, Balzers (FL)
Zuschlag: 68’230 CHF
Preislich bestes Angebot unter mehreren qualifizierten Anbietern - Los 5: Schweizweit, über 2’700 kg
ROTEX Helicopter AG, Balzers (FL)
Zuschlag: 72’180 CHF
Einziger Anbieter mit vollständiger Eignung
Die Zuschläge wurden am 20. Juni 2025 beschlossen und am 23. Juni veröffentlicht. Alle vergebenen Aufträge sind von der Mehrwertsteuer befreit. Wer mit der Entscheidung nicht einverstanden ist, kann innert 20 Tagen beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichen.
Mit den neuen Rahmenverträgen kann die SBB gezielt auf erfahrene Helikopterfirmen zurückgreifen – abgestimmt auf Region und Aufgabe. Das erleichtert die Arbeit an schwer erreichbaren Orten und sorgt für einen sicheren Bahnunterhalt bis mindestens Ende der 2020er-Jahre.