SBB weist Rundschau-Vorwürfe zur Gotthard-Entgleisung 2023 zurück

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20141120 gotthard-basistunnel02-wikipedia-hannes-ortlieb by Hannes Ortlieb (Diskussion) is licensed under CC BY-SA 3.0 de

Die SRF-«Rundschau» zitiert ein Gutachten, das der Staatsanwaltschaft Tessin im Rahmen eines laufenden Verfahrens vorliegt und der SBB vorwirft, bei der Entgleisung eines Güterzugs im Gotthard-Basistunnel im August 2023 «unübersehbare Warnsignale» ignoriert zu haben. Die SBB weist diese Darstellung klar zurück. Sie werde weder von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST), noch vom Bundesamt für Verkehr (BAV) noch von einem im Beitrag zitierten unabhängigen Bahnexperten geteilt.

Die SBB erklärt, dass die Systeme in der Betriebszentrale europaweit einheitlich geregelt sind: Sie überwachen die Infrastruktur, nicht den technischen Zustand der Züge. Eine Entgleisung können sie daher nicht erkennen. Ihr Zweck ist es, weitere Züge zu stoppen, wenn die Infrastruktur beschädigt ist. Genau das sei im August 2023 geschehen. Die SUST hat in ihrem Abschlussbericht als Unfallursache den Bruch einer Radscheibe eines Güterwagens festgestellt, kein Versagen der SBB-Systeme oder der Betriebsführung.

Um das Risiko künftiger Entgleisungen zu senken, fordert die SBB Massnahmen bei der Instandhaltung von Güterwagen internationaler Wagenhalter. Sie unterstützt die Sicherheitsempfehlungen der SUST und begrüsst entsprechende Schritte des BAV für die Schweiz. Auf europäischer Ebene ist die Europäische Eisenbahnagentur (ERA) zuständig. Die SBB hat zudem Entgleisungsdetektoren vor dem Gotthard-Basistunnel eingebaut und in Betrieb genommen sowie die temporäre Geschwindigkeitsreduktion im Portalbereich wieder aufgehoben.

Quelle: https://news.sbb.ch