Schaffhausen-Zürich: SBB setzt vorübergehend älteres Rollmaterial ein

Nationalrätin Linda De Ventura (SP) kritisiert in einer Interpellation den Einsatz älterer Züge des Typs RABe 511 auf der Fernverkehrsstrecke Schaffhausen-Zürich. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 ersetzen diese die bisher eingesetzten RABe 512. De Ventura spricht von einer erneuten Angebotsverschlechterung für die Schaffhauser Bevölkerung, die bereits jahrelang einen unzuverlässigen Halbstundentakt hinnehmen musste.
Der Bundesrat relativiert die Kritik. Beide Zugtypen seien moderne Doppelstock-Triebzüge mit vergleichbarer Kapazität und gutem Komfortstandard. Die Unterschiede beschränkten sich auf die Sitzanordnung in der ersten Klasse sowie die Ausstattung mit Steckdosen. Von einer Angebotsverschlechterung könne keine Rede sein. Seit Dezember 2025 stehe zudem ein SBB-Ersatzzug in Schaffhausen bereit, um einen stabilen Halbstundentakt nach Zürich sicherzustellen. An Freitagen und Samstagen verkehre neu eine zusätzliche Verbindung um 21.37 Uhr ab Zürich.
Der Flottenwechsel sei notwendig geworden, weil derzeit nicht genügend RABe 512 zur Verfügung stünden. Eine gemischte Produktion mit beiden Fahrzeugtypen sei nicht möglich, da die Flotten nicht miteinander kompatibel seien. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 sollen gemäss SBB wieder RABe 512 auf der Linie RE48 zwischen Schaffhausen und Zürich eingesetzt werden.