Schleibrücke Lindaunis: Erstes Brückenteil eingehoben

Beim Neubau der Schleibrücke Lindaunis in Schleswig-Holstein ist ein weiterer Bauabschnitt erreicht: Ein Schwimmkran hat das erste neue Brückenteil, die Vorlandbrücke Nord, eingehoben. Damit beginnt die sichtbare Montage der neuen Klappbrücke über der Schlei. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen.
Die Schleibrücke Lindaunis ist eine kombinierte Eisenbahn- und Strassenbrücke und verbindet die Ufer der Schlei. Die neue Klappbrücke ersetzt das bestehende Bauwerk. Sie muss Bahnverkehr, Kraftfahrzeuge, Radfahrende und zu Fuss Gehende aufnehmen und sich zugleich mehrmals täglich für Schiffe öffnen. Diese Kombination erfordert eine individuelle Konstruktion. Die Deutsche Bahn rechnet mit Gesamtkosten von rund 246 Millionen Euro.
Die Vorlandbrücke Nord, der nördliche feste Brückenteil vor dem Klappfeld, wurde am Ufer vormontiert und wiegt rund 120 Tonnen. Der Schwimmkran «Enak» hob sie ohne Einschränkungen für Schifffahrt, Bahnverkehr oder den provisorischen Fussweg an ihren Platz. Derzeit laufen die Arbeiten am Unterbau der übrigen Brücke. Es folgen die Montage der Vorlandbrücke Süd und der Klappbrücke sowie der Einbau von Lagern und Hubsystemen. Zum Abschluss entstehen Fahrbahn, Gleis sowie Geh- und Radweg.
Die Stahlteile werden in Werken in Tschechien und Ungarn gefertigt. Der Einhub der Vorlandbrücke am Südufer ist für den Winter vorgesehen.
