Schnellladestationen für E-LKW: ASTRA lanciert Projektaufruf

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) ruft private Anbieter auf, Schnellladestationen (SLS) auf ausgewählten Rastplätzen und Schwerverkehrskontrollzentren entlang der Nationalstrassen zu realisieren. Der Projektaufruf ist Teil der Roadmap Elektromobilität 2030 und soll die Ladeinfrastruktur für elektrische Lastwagen ausbauen.
Das ASTRA stellt drei Lose mit je rund zehn Standorten bereit. Die Lose werden nach Qualitätsbeurteilung an die bestbenoteten Gesuchstellenden in Form von Reservationsvereinbarungen vergeben. Die ausgewählten Anbieter planen, finanzieren, bauen und betreiben die Schnellladestationen eigenverantwortlich.
Nach Unterzeichnung der Reservationsvereinbarung haben die Betreiber:Innen grundsätzlich zwei Jahre Zeit für die Detailplanung und das Baugesuch. Das ASTRA stellt die Stromanschlüsse bis und mit Trafostation bereit und übernimmt die Vorfinanzierung. Die Betreibergesellschaften erstatten diese Kosten durch jährliche Entschädigungen.
Mit dem Projektaufruf stärkt das ASTRA die Rahmenbedingungen für die Elektrifizierung des Schwerverkehrs. Die Schweiz verfügt bereits über ein gut ausgebautes Schnellladenetz für Personenwagen. Der Fokus liegt nun auf dem Aufbau eines öffentlich zugänglichen Schnellladenetzes für den Schwerverkehr.