Schweiz: Elektrobusse machen bereits 11 Prozent der ÖV-Flotte aus

Untervaz-Trimmis - Postauto Ladestation
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Anfang 2026 waren in der Schweiz über 7’300 Busse im öffentlichen Verkehr im Einsatz, davon rund 850 Elektrobusse mit Bordbatterien. Das entspricht etwa 11 Prozent der gesamten Flotte. Zählt man reine Trolleybusse hinzu, liegt der Anteil umweltfreundlicher Fahrzeuge bei 18 Prozent.

Der Trend zur Elektrifizierung beschleunigt sich. 2025 erreichte die Zahl neu zugelassener Batteriebusse einen Rekordwert: 283 Fahrzeuge gegenüber 81 Dieselbussen und 53 Hybridbussen. 2021 war das Verhältnis noch umgekehrt.

Der Bund fördert die Umstellung seit 2025 auf Grundlage des CO2-Gesetzes finanziell. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat bisher Anträge über knapp 39 Millionen Franken genehmigt – für insgesamt 282 Elektrobusse. Rund die Hälfte davon entfällt auf PostAuto, den grössten Anbieter im regionalen Strassenverkehr. Auf lokaler Ebene führen die Genfer Verkehrsbetriebe TPG, gefolgt von den Verkehrsbetrieben Bern (SVB) und Zug (ZVB). Weitere Gesuche über rund 50 Millionen Franken sind beim BAV in Bearbeitung.

Die Bundesbeiträge werden als Pauschalen pro Fahrzeugtyp ausbezahlt. Im regionalen Personenverkehr decken sie rund 75 Prozent der Mehrkosten gegenüber Dieselbussen, bei anderen Verkehrsarten 30 Prozent. Die Pauschalbeträge für 2027 und 2028 hat das BAV kürzlich festgelegt.

Die vom BAV finanzierte Koordinationsstelle neue Antriebsarten Bus unterstützt seit 2025 in Zusammenarbeit mit dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) die Transportunternehmen beim Umstieg auf CO2-neutrale Fahrzeuge.