Schweizer Grenzübergänge: LKW-Wartezeiten steigen wieder

Nach einer kurzen Entspannung im Jahr 2024 steigen die Wartezeiten für Lastwagen an den wichtigsten Schweizer Grenzübergängen seit 2025 wieder an. Das zeigen Auswertungen auf Basis von Millionen Tracking-Events aus den Real-Time-Visibility-Daten des Logistikdienstleisters Transporeon. Der Durchschnitt über die fünf wichtigsten Übergänge liegt aktuell bei rund 34 Minuten.
Berücksichtigt wurden die Übergänge Saint-Louis – Basel (FR/CH), Weil am Rhein – Basel (DE/CH), Gottmadingen – Thayngen (DE/CH), Maslianico – Chiasso (IT/CH) sowie Neydens – Genève (FR/CH).
Die Daten zeigen klare Muster im Wochenverlauf. Montags kommt es besonders an den Basler Übergängen zu Staus: Am Übergang Saint-Louis – Basel warten 10 % der Lastwagen zwei Stunden oder länger, weil sich nach dem Wochenendfahrverbot viele Transporte stauen. Dienstag und Mittwoch erreichen Übergänge wie Gottmadingen/Thayngen und Neydens/Genève ihre höchsten Werte. Freitage weisen in der Regel die niedrigsten Wartezeiten auf, da Disponenten versuchen, Fahrer nicht in das Wochenendfahrverbot laufen zu lassen.
Die Spitzenwerte zeigen eine hohe Volatilität: Zu Wochenbeginn müssen Transporteure teilweise bis zu zwei Stunden Puffer einplanen. Trotz administrativer Fortschritte – darunter die Abschaffung industrieller Importzölle und Fortschritte bei der Digitalisierung von Zollprozessen – bleibt die physische Kapazität der Grenzübergänge ein limitierender Faktor für Transitverkehre und Lieferketten.