Schweizer Schienenpersonenverkehr erreicht im Q1 2026 erneut Spitzenwert

Der Schweizer Schienenpersonenverkehr ist stark ins Jahr 2026 gestartet. Mit 5.79 Milliarden Personenkilometern liegt die Verkehrsleistung im ersten Quartal um 5.0 Prozent über dem Vorjahresquartal und erreicht erneut einen Spitzenwert. Gegenüber dem vierten Quartal 2025 ergibt sich ein saisonal bedingter Rückgang von 5.2 Prozent, da Freizeit-, Einkaufs- und Pendlerverkehre zum Jahresende jeweils besonders stark ausfallen.
Der Schienengüterverkehr bleibt dagegen unter Druck. Mit 2.74 Milliarden Nettotonnenkilometern liegt die Verkehrsleistung 4.0 Prozent unter dem Vorjahresquartal und 0.4 Prozent unter dem vierten Quartal 2025. Damit wird die tiefste Verkehrsleistung eines ersten Quartals seit Einführung des Quartalsreportings Bahn verzeichnet. Als Gründe werden die konjunkturell gedämpfte Nachfrage im europäischen Umfeld, strukturelle Herausforderungen, Kapazitätseinschränkungen sowie die anspruchsvolle Planbarkeit auf wichtigen Güterverkehrskorridoren genannt.
Bei den Trassen (gebuchte Fahrwege für Zugfahrten) bleibt die Nachfrage im Jahresvergleich positiv. Insgesamt wurden 53.15 Millionen Trassenkilometer bestellt, ein Plus von 0.7 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025. Gegenüber dem vierten Quartal 2025 ging die Fahrleistung um 1.8 Prozent zurück, was wesentlich durch Kalendereffekte erklärbar ist. Getragen wird die Trassennachfrage weiterhin vor allem vom starken Personenverkehr.
Das Quartalsreporting Bahn basiert auf Daten der LITRA und des Verbandes öffentlicher Verkehr (VöV) in Zusammenarbeit mit der SBB.
Quelle: https://www.voev.ch
