SEV fordert Fanzüge und gesicherte Finanzierung der Fantransporte

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV spricht sich für Fanzüge aus. Fussballfans sollen mit dem öffentlichen Verkehr an die Spiele reisen können. Die Trennung grösserer Fangruppen vom Regelverkehr trage dazu bei, Konflikte zu vermeiden und Fans wie auch andere Reisende sicher ans Ziel zu bringen. An erster Stelle steht für den SEV die Sicherheit der Mitarbeitenden.
Wo mit erhöhten Risiken zu rechnen ist, verlangt die Gewerkschaft ein entsprechendes Sicherheitsdispositiv. Kundenbegleitpersonal, Lokpersonal sowie die Mitarbeitenden der Transportpolizei (TPO) und von Transsicura dürften nicht die Folgen ungenügender Transport- und Sicherheitslösungen tragen. Sie müssten personell so aufgestellt sein, dass sie Personal und Reisende wirkungsvoll schützen können.
Gewalt, Bedrohungen, Sachbeschädigungen und der Missbrauch von Notbremsen und anderen Sicherheitseinrichtungen bezeichnet der SEV als nicht akzeptabel. Gleichzeitig dürfe nicht eine ganze Fangemeinschaft für das Verhalten Einzelner verantwortlich gemacht werden.
Die anstehende Pause in der Super League soll genutzt werden, um tragfähige Lösungen für die kommenden Spieltage zu finden. SBB, Swiss Football League, Clubs, Fanorganisationen und Behörden sollen Transport, Sicherheitsdispositive, Verantwortlichkeiten und Finanzierung gemeinsam klären. Die Finanzierung der zusätzlichen Aufwände müsse dauerhaft geregelt werden. SEV-Vizepräsident Patrick Kummer sieht Liga, Clubs und SBB in der Pflicht, eine verlässliche Lösung zu finden.
