SEV gegen Kürzungen im regionalen Personenverkehr

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV hat am 4. März 2026 Mitgliedern von National- und Ständerat Schokolade-Fünfliber überreicht. Damit verbunden ist die Forderung, im regionalen Personenverkehr (RPV) auf Kürzungen zu verzichten.
Das Parlament hatte in der Wintersession den Verpflichtungskredit für 2026-2028 erhöht. Dennoch plant der Ständerat, die Mittel für 2027 und 2028 zu kürzen. Die im «Entlastungspaket 27» vorgesehenen Massnahmen würden laut SEV zu Angebotsabbau, höherer Arbeitsbelastung und Preiserhöhungen führen sowie Sicherheit und Qualität im öffentlichen Verkehr gefährden.
SEV-Präsident Matthias Hartwich bezeichnet den regionalen Personenverkehr als Grundversorgung. SEV-Vizepräsidentin Barbara Keller verweist auf den finanziellen Druck, unter dem viele Unternehmen bereits heute stehen – verschärft durch Fachkräftemangel und steigende krankheitsbedingte Absenzen. SEV-Vizepräsident Pablo Guarino warnt vor einer weiteren Verschlechterung der Gesundheit des Personals durch anhaltenden Druck.
Der SEV fordert das Parlament auf, an den Entscheiden der Wintersession festzuhalten. Planungssicherheit sei im öffentlichen Verkehr zentral, da Angebot, Investitionen und Personalbedarf eine längerfristige Finanzierung erfordern.