Sicherheitsüberwachung im öffentlichen Verkehr: Das BAV und der HOF-Ansatz

Die fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung verändern den öffentlichen Verkehr grundlegend. Lokführer:innen arbeiten zunehmend mit Fernsteuerungen und digitalen Assistenzsystemen, wodurch sich ihr Aufgabenbereich von manuellen Tätigkeiten hin zur Überwachung technischer Prozesse verlagert. Damit steigen die Anforderungen an Aufmerksamkeit und Situationsbewusstsein.
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) setzt sich intensiv mit diesen Herausforderungen auseinander und legt besonderen Wert auf den Ansatz der Human and Organisational Factors (HOF). Dieser analysiert die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Technik und Organisation und stellt sicher, dass trotz Automatisierung der Mensch jederzeit eingreifen und die Kontrolle übernehmen kann.
Im Rahmen seiner Aufsichts- und Überwachungstätigkeit integriert das BAV gezielt HOF-Prinzipien. Dies umfasst die Sicherstellung, dass Assistenzsysteme klare und rechtzeitige Warnungen geben, sowie organisatorische Anpassungen, die ein optimales Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik ermöglichen. Ziel ist es, das Sicherheitsniveau trotz technologischer Veränderungen konstant hoch zu halten.
Mit der konsequenten Anwendung des HOF-Ansatzes stellt das BAV sicher, dass der öffentliche Verkehr auch in Zukunft zuverlässig und sicher bleibt.