St. Gallen: VBSG stellen 1.8 Prozent ohne gültigen Fahrausweis fest

Wie die St. Galler Nachrichten berichten, meldet der Verband öffentlicher Verkehr (VÖV) einen Rekord bei den Fahrten ohne gültigen Fahrausweis. Die Registereinträge bei der Alliance Swiss Pass überstiegen letztes Jahr erstmals eine Million. Fast die Hälfte davon entfällt auf Personen mit mindestens drei Feststellungen. Als Gründe nennt der Branchenverband eine wachsende Risikobereitschaft und die gestiegene Zahl der Fahrgäste; er vertritt eine Null-Toleranz-Linie.
Bei den Verkehrsbetrieben der Stadt St. Gallen (VBSG) liegt die Quote der festgestellten Personen ohne gültigen Fahrausweis bei durchschnittlich 1.8 Prozent, was einer leichten Verbesserung um 0.2 Prozent entspricht. Pro Arbeitstag kontrolliert eine Kontrollperson rund 330 Reisende und stellt vier bis acht Fälle fest. Dazu zählen auch nur teilweise gültige Fahrausweise und erst nach Abfahrt gekaufte Handy-Tickets. Den von Ostwind vorgegebenen Kontrollgrad von 0.8 Prozent der Fahrgäste wollen die VBSG dieses Jahr erreichen, nachdem er letztes Jahr leicht unterschritten wurde.
Die empfohlene Null-Toleranz wenden die VBSG nicht schematisch an: Das Kontrollpersonal verfügt über Ermessensspielraum, etwa bei Personen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen. Im Rahmen des Sunflower-Projekts werden die Mitarbeitenden auf nicht sichtbare Beeinträchtigungen sensibilisiert. Wer sein Ticket erst nach dem Einsteigen oder während der Kontrolle löst, zahlt eine Fahrpauschale.
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