Stadler scheitert vor Gericht: PKP-Intercity-Auftrag bleibt bei Alstom

Wie das International Railway Journal berichtet, hat ein polnisches Gericht die Beschwerde von Stadler Polska gegen einen Entscheid der nationalen Beschwerdekammer vollumfänglich abgewiesen. Damit ist der Rechtsstreit um die Beschaffung von 42 doppelstöckigen Triebzügen durch PKP Intercity beendet.
Ausgeschrieben waren 42 sechsteilige Doppelstock-Triebzüge für 200 km/h, mit einer Option auf 30 weitere Fahrzeuge. Im Juli 2025 öffnete PKP Intercity die Angebote von Alstom Polska und Stadler Polska. Nach einer nach eigenen Angaben detaillierten Bewertung stufte der Betreiber das Angebot von Alstom als das wirtschaftlich günstigste ein. Alstom bot 4.1 Milliarden Zloty (rund 1.08 Milliarden US-Dollar) für die Lieferung der 42 Züge sowie knapp 2.8 Milliarden Zloty für deren Instandhaltung über 30 Jahre.
Stadler zog den Zuschlag zunächst vor die nationale Beschwerdekammer, die das Vorgehen von PKP Intercity bestätigte. Der Liefer- und Instandhaltungsvertrag mit Alstom wurde daraufhin am 12. November 2025 unterzeichnet. Stadler focht den Kammerentscheid anschliessend gerichtlich an.
Nach Angaben von PKP-Intercity-Präsident Janusz Malinowski bestätigte das Gericht wie zuvor die Beschwerdekammer, dass das Vergabeverfahren rechtskonform sowie unter Wahrung des fairen Wettbewerbs und der Gleichbehandlung der Anbietenden durchgeführt wurde. Es handelt sich um eines der grössten Rollmaterialverfahren in der Geschichte des Unternehmens.
