Stadler verdoppelt KISS-Zugflotte in der Slowakei – Vertrag über bis zu vier weitere Einheiten

Mit einem neuen Vertrag über bis zu vier KISS-Doppelstockzüge stärkt Stadler seine Marktstellung im slowakischen Bahnsektor. Am 30. April 2025 unterzeichnete die staatliche Eisenbahngesellschaft Železničná spoločnosť Slovensko (ZSSK) eine entsprechende Vereinbarung mit dem Schweizer Hersteller. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro. Zwei Fahrzeuge sind fix bestellt, zwei weitere können optional abgerufen werden. Der Einsatz der Züge ist auf der stark frequentierten Strecke Bratislava – Žilina vorgesehen.
Die neuen Fahrzeuge werden in Siedlce (Polen) produziert und durch das Entwicklungszentrum Stadler Prag konzipiert. Die dort tätigen rund 250 Ingenieur:Innen und Designer:Innen sind auf das Design moderner Schienenfahrzeuge spezialisiert. Die KISS-Züge zeichnen sich durch ihre Leichtbauweise aus Aluminium, barrierefreie Ausstattung, vier Toiletten sowie über 600 Sitzplätze aus. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 160 km/h und schneller Beschleunigung eignen sie sich für den Regional- und Intercity-Verkehr gleichermassen.
Ein Energiemesssystem, moderne Fahrgastinformation, kostenloses WLAN und Videoüberwachung ergänzen die technische Ausstattung. Die Fahrzeuge senken den Energieverbrauch auf rund 12 kWh pro Zugkilometer – ein Beitrag zur Reduktion von Emissionen und Betriebskosten. Bereits 2023 hatte Stadler vier KISS-Einheiten an die ZSSK geliefert, die in der Westslowakei im Einsatz sind.
Mit dem neuen Vertrag verdoppelt Stadler seine Flotte in der Slowakei und bestätigt damit die strategische Relevanz des Marktes in Mitteleuropa.