Swiss-Personalabbau bei Lufthansa-Plänen im Fokus

Die Gewerkschaft SEV-GATA hat am 29. September 2025 eine Stellungnahme zu den angekündigten Abbaumassnahmen bei der Lufthansa veröffentlicht. Der Konzern plant, bis 2030 rund 4000 Stellen in der Verwaltung zu streichen. Ob und in welchem Umfang die Schweizer Tochtergesellschaft Swiss betroffen sein wird, ist unklar.
SEV-GATA-Präsident Philipp Hadorn betonte, ein Stellenabbau in der Schweiz sei angesichts der aktuell hohen Gewinne nicht vertretbar. Die Swiss sei bereits schlank und effizient organisiert. Ein Abbau dürfe daher nicht auf Kosten der Belegschaft erfolgen. Sollten Massnahmen unumgänglich sein, müssten soziale Standards eingehalten und eine Überlastung der verbleibenden Mitarbeitenden verhindert werden.
Hadorn verwies darauf, dass sich die Swiss innerhalb des Lufthansa-Konzerns wiederholt durch Qualität und Effizienz behauptet habe. Es sei wichtig, das Know-how der Belegschaft zu sichern und konzernweit einzubringen. Swiss-CEO Jens Fehlinger habe anlässlich eines Treffens mit SEV-GATA in Bern signalisiert, dass er keine grösseren Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahl in der Schweiz erwarte.
Sorge bereitet der Gewerkschaft die fortschreitende Zentralisierung innerhalb des Konzerns. Dadurch drohe die Swiss Einfluss auf internationale Anbindungen zu verlieren. Diese seien jedoch für den Werkplatz Schweiz, die Wirtschaft und die Beschäftigung zentral. SEV-GATA fordert deshalb, dass Lufthansa die Verantwortung für die „Swissness“ der Airline ernst nimmt und die Gewerkschaften frühzeitig über allfällige Schritte informiert.
Quelle: SEV-GATA, Medienmitteilung vom 29. September 2025