Tarifeinigung bei der BVG: Bis zu 20 Prozent mehr Lohn für Mitarbeitende

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Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Gewerkschaft Verdi haben sich in der laufenden Tarifrunde auf einen neuen Entgelttarifvertrag geeinigt. Grundlage war die Empfehlung der Schlichtungskommission. Die Vereinbarung betrifft rund 16’000 Mitarbeitende und gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2026.

Im Mittelpunkt steht eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 15,4 Prozent, für Fahrer:Innen beträgt das Plus sogar 20,1 Prozent. Die Umsetzung erfolgt in mehreren Schritten: Im Mai 2025 wird eine Einmalzahlung von 1’500 Euro ausgezahlt. Ab dem 1. Juni 2025 steigen die Löhne um 380 Euro monatlich, ab Juni 2026 folgen weitere 50 Euro, was zu einem Gesamtanstieg von 430 Euro pro Monat führt.

Auch die Zulagen für Schicht- und Wechselschichtarbeit werden deutlich erhöht. Die Schichtzulage steigt auf 130 Euro, die Wechselschichtzulage auf 225 Euro. Für Mitarbeitende im Fahrdienst erhöht sich die Zulage stufenweise bis auf 255 Euro monatlich. Die Weihnachtszuwendung wächst in den Jahren 2025 und 2026 jeweils um 100 Euro auf 2’100 Euro.

Ein neues Wahlmodell ermöglicht es den Mitarbeitenden, die wöchentliche Arbeitszeit gegen mehr Gehalt von 37,5 auf 39 Stunden zu erhöhen. Zudem ist für 2027 ein Modell zur Arbeitszeitsouveränität geplant, das eine flexible Gestaltung der Arbeitszeit auf Basis einer 35-Stunden-Woche vorsieht.

Die Einigung muss noch von den jeweiligen Gremien bestätigt werden. Die finale Entscheidung wird bis Ende April 2025 erwartet.