Tarifrunde 2025: Einblick in die Verhandlungen zwischen Deutscher Bahn und EVG

Verhandlungsauftakt und Hintergründe
Am 28. Januar 2025 starten in Frankfurt am Main die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn (DB) und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Die aktuellen Tarifverträge laufen noch bis zum 31. März 2025. Die Gespräche stehen unter besonderen Vorzeichen: Die DB befindet sich in einer umfassenden Sanierungsphase, was Stabilität und Planbarkeit für Unternehmen und Mitarbeitende erforderlich macht.
DB-Personalvorstand Martin Seiler betont die Bedeutung eines schnellen und konstruktiven Abschlusses: „Unsere Mitarbeitenden verdienen Verlässlichkeit und Klarheit. Gleichzeitig müssen wir die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens sichern.“
Forderungen und Zuständigkeiten
Die EVG hat ihre Forderungen bereits am 23. Januar 2025 übermittelt. Rund 192.000 Beschäftigte fallen unter die EVG-Tarifverträge, darunter Mitarbeitende von DB Fernverkehr, DB Regio, DB Cargo und Tochtergesellschaften wie DB Systel oder DB Sicherheit.
Das Tarifeinheitsgesetz (TEG) regelt seit 2021, dass innerhalb eines Betriebs nur die Tarifverträge der mitgliederstärksten Gewerkschaft gelten. Neben der EVG ist dies teilweise auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Besonders betroffen sind Berufe wie Lokführer:Innen, Zugbegleitpersonal und Rangierdienst mit rund 65.000 Mitarbeitenden.
Ziele der Tarifrunde
Die DB möchte rasch Planungssicherheit schaffen – auch im Interesse der Fahrgäste. „Stabilität und Planbarkeit sind unverzichtbar“, so ein Sprecher. Ein schneller Abschluss soll nicht nur betriebliche Sicherheit garantieren, sondern auch den langfristigen Erfolg des Unternehmens stärken.