TINA-Strassenbahn: Rostocks Schritt in die Zukunft des ÖPNV

Bild: Stadler

Die erste TINA-Strassenbahn ist in Rostock angekommen und markiert den Beginn einer neuen Fahrzeuggeneration im öffentlichen Nahverkehr. TINA steht für „Total Integrierter Niederflur-Antrieb“ und wurde vom Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler entwickelt. Die Rostocker Strassenbahn AG (RSAG) hat insgesamt 29 dieser modernen Bahnen bestellt, die schrittweise bis 2027 ausgeliefert werden.

Modernste Technik für mehr Komfort

Die neuen Bahnen bieten einen stufenlos begehbaren Innenraum mit vier Mehrzweckbereichen für Kinderwagen und Fahrräder. Die Fahrzeuge sind 32 Meter lang, 2,65 Meter breit und verfügen über 216 Plätze, davon 75 Sitzplätze. Klimatisierung, USB-Ladeanschlüsse, WLAN und Panoramafenster verbessern den Fahrgastkomfort. Doppel-TFT-Monitore sorgen für eine gut lesbare Fahrgastinformation.

Sicherheit und Umweltfreundlichkeit im Fokus

Die TINA-Strassenbahnen sind mit einem Kollisionsschutzsystem ausgestattet, das die Sicherheit erhöht. Vier speziell entwickelte Drehgestelle reduzieren Vibrationen und schonen Gleise sowie Räder. Die Bahnen sind energieeffizient und tragen zur klimafreundlichen Mobilitätswende in Rostock bei.

Zukunftspläne und Inbetriebnahme

Die erste Bahn durchläuft nun eine Test- und Schulungsphase im Rostocker Liniennetz, bevor sie Ende 2025 in den regulären Betrieb übergeht. Zwei weitere Bahnen sollen Mitte 2025 geliefert werden, alle 29 Fahrzeuge bis 2027. Die neuen Bahnen ersetzen schrittweise ältere Modelle aus den 1990er Jahren.

Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro, wovon das Land Mecklenburg-Vorpommern 9,45 Millionen Euro fördert. Vorzugsweise werden die Bahnen auf den Hauptlinien 1 und 5 eingesetzt.